Kurzantwort

Den Preis einer Firmengründung in den VAE bestimmen vier Größen: die Aktivität, die Jurisdiktion, die Zahl der Visa und das, was jährlich wiederkommt. Den Rahmen für eine konkrete Konstellation rechnet die Erste Einschätzung aus, den verbindlichen Preis nennt das Angebot. Stand 09/2026.

Warum „ab X AED" wenig hilft

Jede Anzeige nennt einen Startpreis, und fast jede meint damit etwas anderes: mal die reine Lizenz, mal die Lizenz mit Registered Address, mal ein Paket ohne die Gebühren, die der Kunde später selbst zahlt. Vergleichbar wird das erst, wenn man die Posten einzeln kennt.

Vier Größen verschieben den Preis. Wer sie kennt, kann jedes Angebot lesen, auch unsere Einschätzung.

1. Die Aktivität

Sie entscheidet zuerst, welche Zone dich überhaupt lizenzieren darf, und danach, was es kostet. Eine Beratungslizenz ist der günstigste Fall. Genehmigungspflichtige Tätigkeiten bringen zusätzliche Behördengebühren und Auflagen mit: Immobilienvermittlung über RERA, Finanz- und Anlageberatung über DFSA oder FSRA, Gesundheitsleistungen über die DHA, Krypto-Dienstleistungen über VARA.

Bei diesen Aktivitäten entsteht der Preis erst nach Prüfung. Wer dir vorher eine Zahl nennt, rät.

2. Die Jurisdiktion

Freezone oder Mainland, und welche Zone. Mainland verlangt zusätzlich einen Ejari-Mietvertrag und eine Establishment Card. Zwischen den Emiraten liegen erhebliche Unterschiede: Ajman, Umm Al Quwain und Fujairah liegen im Setup am niedrigsten, Abu Dhabi und die Finanzzentren DIFC und ADGM am höchsten.

Die günstigste Lizenz ist dabei selten die günstigste Struktur. Wer beim Setup ein paar Tausend spart und dafür drei Monate auf ein Bankkonto wartet, hat nichts gewonnen.

3. Die Zahl der Visa

Der größte Hebel. Jede Person bringt Entry Permit, Medical Fitness Test, Biometrie, Emirates ID und Krankenversicherung mit, und zwar für Gesellschafter, Mitarbeiter, Partner und Kinder gleichermaßen. Ab vier Visa greifen bei den meisten Freezones Paketpreise, die den Sprung abfedern.

Im Mainland hängt das Kontingent an der Bürofläche. Wer mit vier Personen plant und Fläche für zwei mietet, steht mitten im Prozess.

4. Was jährlich wiederkommt

Der Posten, den Erstgründer am häufigsten übersehen:

  • Lizenzverlängerung
  • Establishment Card
  • Krankenversicherung je Person
  • Ejari, sofern Mainland
  • Corporate-Tax-Erklärung, auch bei 0 %
Ein Preis, keine Nachträge

Was im Angebot steht, wird abgerechnet, auch wenn ein Schritt länger dauert als geplant. Manche Gebühren zahlst du direkt selbst, im Mainland etwa die Lizenzgebühr der Wirtschaftsbehörde. Die schwankt je nach Aktivität und läuft nicht über uns; sie steht deshalb getrennt im Angebot.

Was in einer Einschätzung nicht steckt

Damit niemand später überrascht wird: Krankenversicherung, unsere Servicepauschale, Firmenkonto, Steuerregistrierung und Visa für Angehörige sind nicht Teil der Spanne. Was davon anfällt, hängt an deiner Struktur und steht im Angebot.

Was wir empfehlen

Vergleiche keine Startpreise, sondern Gesamtbilder über zwei Jahre, inklusive Verlängerung, Versicherung und dem, was du selbst an Behörden zahlst. Und entscheide über die Jurisdiktion nach Kundenstruktur, nicht nach Setup-Kosten.

Den Rahmen für deine Konstellation bekommst du über die Erste Einschätzung: Aktivität wählen, Jurisdiktion und Visa-Zahl wählen, Ergebnis in 60 Sekunden, ohne Angebotsdruck.

Exit Palm erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für rechtliche und steuerliche Fragen arbeiten wir mit lizenzierten Partnern in Deutschland und den VAE zusammen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand siehe Datum.